9. Jan, 2018

Titel 0244 Die Haut

Die Haut

so weich

wie fließende Milch

feine Muskelfäden

unter warmschwitziger Haut

zittern ekstatisch

hauchzarter

Liebestau

sucht Zuflucht

vor der Hitze

deines Schoßes

in deinem Nabel

auf deinen Fingerkuppen

deinem Achselflaum

so feucht und warm

Atem dröhnt

lautlos stöhnend

und dann -

- und dann

erbebt deine Haut

unter Ameisenheeren

wölbt sich dein Rücken

schlägt eine Brücke

zu mir

drängt vorwärts

fort von mir

in meine Nähe

zu mir

steigt aus den Tiefen

deiner Kehle

deines Bauches

deiner Lust

ein befreites Lachen

bricht sich Bahn

über nasse Lippen

zitternd

erströmt sich

wie eine Tsunami

findet Zuspruch

in heißen Händen

auf meiner Haut

Nichts ist genug

Alles ist zuwenig

Fingernägel in der Haut

Zähne in deiner Lippe

Zähne in meinem Arm

nichts ist genug

ein leiser Schrei

gurgelndes Röcheln

heißer Atem

Winseln und Stöhnen

Fleisch

das pure Lust ist

wildes Lachen

atemlos

fessellos

schamlos

wahrhaftig