11. Mrz, 2018

0392 Mein geliebtes Herz,

Mein geliebtes Herz,

ich sitze hier und fühle die letzten Strahlen der Sonne auf meinem Haar. Der Tag neigt sich der Nacht entgegen und die Sonne liebkost den Horizont. Du bist so weit weg und doch bist du mir so nah...meine Gedanken gehören dir...Wieder einmal habe ich einen Tag ohne dich geschafft. 11 Stunden im Büro, die ganze Zeit konnte ich nur an dich denken. Doch irgendwann kam der Feierabend, unausweichlich wie jeden Tag, Ich habe abgestempelt und mich auf den Weg nach Hause gemacht.

Nach Hause? Nein! Es ist der Ort wo mein Bett steht, meine Kosmetika auf der Ablage im Badezimmer wartet und der Postbote meine Rechnungen hinterlässt. Ein zu Hause ist es nicht, denn ein zu Hause gibt es nur mit dir.

Dich zu sehen, wie du erwachst, der erste Mensch sein, den du erblickst. Dir eine Strähne aus dem Gesicht zu streichen, wenn du wieder mal einen harten Tag hattest. Deine Wärme spüren, wenn du deinen Kopf an meine Schulter legst.

Ich vermisse dich so sehr!

Vermisse dein Lachen, das Funkeln deiner Augen, wenn ich mal wieder meinen Willen durchsetzen möchte. Die Kraft deiner Hand, wenn ich den Halt zu verlieren drohe. Es gibt so vieles, was ich dir zeigen möchte...was ich durch deine Augen sehen will.

Doch wir zwei haben die Zeit dafür noch nicht gefunden, gehen jeden Tag einen anderen Weg. Ich habe Angst, dich zu verlieren, daß der Traum zerplatzt, dich an meiner Seite zu haben. Außerdem habe ich Angst vor dem Morgen. Werde ich dir gegenüberstehen können und dir meine Gefühle zeigen?

Jeden Tag geht ein Stück in mir kaputt. Ein Puzzle, welches durch den Wind der Einsamkeit verweht. Nimm mich! Fang mich auf! Lass UNS wieder träumen und fliegen...einfach weit weg...wo nur noch WIR zählen und der Moment der Liebe...