17. Mrz, 2018

0404 Sie steht vor ihr den Blick gesenkt,

Sie steht vor ihr den Blick gesenkt,
sie weiss, ihr wird heut nichts geschenkt,
sie hat gefehlt, nun wird sie spüren,
sie wird nun seine Gerte fühlen,
als Sklavin hat sie nicht zu klagen,
sondern für ihre Herrin den Schmerz ertragen.
In Gedichten oft schon so schön beschrieben,
doch hat es ihr Tränen in die Augen getrieben,
wie leicht schreibt sich das Dasein der Sklavin im Gedicht,
doch in der Realität ist es das bei weitem nicht,
stumm für ihre  Herrin zu leiden,
sie kann ein Aufstöhnen nicht vermeiden,
sie wollte doch tapfer sein und kann nicht mehr,
sie windet sich unter dem Schmerz und schämt sich so sehr.
Dann spürt sie überall Klammern, sie hasst sie, aber erduldet still,
sie weiss es ist ihr Wunsch, so wie sie will,
Da soll sie noch stolz und aufrecht vor ihr stehen,
würde sie doch am liebsten vor ihr auf die Knie gehen,
sie zweifelt an sich, hat sie versagt?
Sie schaut ihre Herrin an, ganz verzagt,
sie lächelt und meint; das ist es was mir gefällt,
zu sehen wie der Schmerz dich quält,
dich an deine Grenzen zu führen und noch etwas mehr,
deine Hingabe und Demut gefällt mir sehr.
Sie spürt ihren Stolz, sie fühlt sich so gut,
das gibt ihr damit wieder neuen Mut.