2. Feb, 2017

Was ist ein Delegiertenprinzip?

1.)    Was ist ein Delegiertenprinzip?

Delegierter - Definition, Bedeutung

[lat. delegare - beauftragen, hinsenden] Jemand, der von einer Gruppe/Partei in einen Ausschuss entsandt wird, um dort in ihrem Sinne mitzuwirken (zu wählen, Entscheidungen zu treffen).

Delegierte (von lat. deligere: „auswählen“; Substantiv: die Delegation) sind gewählte oder persönlich von einer dazu befähigten Instanz beauftragte Akteure, denen die Aufgabe der konkreten Aktion per Einzelvollmacht zukommen.

 

2.)    Das Gegenstück zum Delegiertenprinzip ist die Mitgliederversammlung – Vollversammlungsprinzip,

also Versammlung, an der alle Mitglieder teilnehmen.

 

 

Wenn man sich beide Prinzipen ansieht, so kann ich feststellen, dass das Delegiertenprinzip (1.) zwar einerseits durch die beschränkte Anzahl von Delegierten also Personenanzahl einen geringere Anzahl von Personen zu einem Parteitag entsendet … sie werden nach einem Schlüssel der jeweiligen Verbände gewählt.

 

Meines Erachtens aber besteht hier die Gefahr des Machteinflusses bestimmter Personen bei der Wahl zum Delegierten, was dann auch zu einer echten Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse führt. Das ist auch so von bestimmten Personen gewollt, um den eigenen Machtanspruch zu sichern.

 

Eine Mitgliedervollversammlung (zu2.) würde sicherlich diese Mehrheitsverhältnisse kippen. Die Einflussnahme bestimmter Personen würde hierbei voll wegfallen.

 

Beide Prinzipien werden zwar jeweils in geheimer Wahl durchgeführt, sind jedoch (zu 1.) leichter nachvollziehbar und setzt den Delegierten „unter“ Druck.

 

Bei der (zu 2.) Vollversammlung sind die Mitglieder „ihrer“ Gewissensentscheidung wesentlich leichter zugänglich und die Wahlergebnisse daher sicherlich der Wirklichkeit realer anzusehen und somit auch gerechter.